Es gibt einen Traum vom Fliegen – und viele Wege in die Luft

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Ikarus war der Erste, der seinen Traum vom Fliegen umsetzte, aber als mythische Figur zählt seine erfolglose Feder-Wachs-Konstruktion nicht wirklich. Mit der Phantasie eines Künstlers und dem Pragmatismus eines Ingenieurs entwarf Leonardo da Vinci das Vorbild aller Hubschrauber und die Brüder Montgolfier waren dann 300 Jahre nach ihm die Ersten, die die Schwerkraft austricksten, indem sie das kleinere Gewicht heißer Luft in einem Ballon bündelten.

Otto Lilienthal setzte auf verbesserte Ikarus-Flügel und schwang sich in den Himmel von Anklam und die Brüder Wilbur und Orville Wright schafften es, den noch jungen Benzinmotor vor die Flügel zu schrauben, um sich von Absprunghügeln unabhängig zu machen: Inzwischen ist das Fliegen für uns selbstverständlicher als eine Schiffsreise.

Das Neue kennt nur das Ziel und sucht sich den eigenen Weg, der im Rahmen der Möglichkeiten, des aktuell Machbaren, der Phantasie oder der Notwendigkeit liegt. Das ist die Formel hinter jeder Innovation.

Egal, wie groß oder klein das Ziel ist, das man anstrebt, es geht darum, die Mechanik zu entschlüsseln und den Dreh zu finden, mit dem Widerstände aufgelöst werden können. Ob Lilienthal, Ikarus, die Montgolfiers oder die Wright-Brüder – sie alle kämpften gegen die Schwerkraft und fanden ihren jeweils eigenen Schlüssel, sie zu überwinden.